Strategie und Kartenglück: Das ist Flaschenteufel

Flaschenteufel ist eines der beliebtesten Kartenspiele in der Welt der Brettspiele. Als Stichspiel fordert es Spielern vor allem vorausschauendes Denken, gekonnte Strategien und ein Näschen für die Situation ab. Ziel ist es, den Flaschenteufel, eine spezielle Karte, möglichst lange auf der Hand zu halten und von ihm zu profitieren, ohne ihn jedoch bis zum Ende des Spieles zu besitzen. Denn wer die Karte am Ende noch in seinem Deck hält, verliert. Gespielt wird mit drei Farben, die Karte mit dem höchsten Wert sticht. Wer die Farbe nicht bedienen kann, darf abwerfen. Im Laufe des Spiels sinkt dabei der Wert des Flaschenteufels, was es schwerer macht, ihn loszuwerden. Spieler müssen also stets zwischen Nutzen und Risiko abwägen.

Basierend auf dem Roman “Der Flaschenkobold”
Die Idee hinter dem Kartenspiel Flaschenteufel oder auf Englisch “bottle imp” stammt aus dem Roman “Der Flaschenkobold” aus der Feder des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson. 1892 kam das Buch das erste Mal in den Buchmarkt und begeisterte seitdem viele Generationen an Leseratten. Die Geschichte des Buches dreht sich dabei, wie der Name verrät, um den Flaschenkobold, welcher in den Besitz des Matrosen Keawe gelangt. Der Kobold erfüllt seinem Meister jeden Wunsch – wer jedoch den Kobold zum Zeitpunkt seines Todes noch besitzt, fährt zur Hölle. Dabei kann das Wesen in seiner Flasche nicht zerstört, sondern nur verkauft werden. Und zwar billiger, als zu dem Preis, für den er eingekauft wurde. Zudem müssen dem Käufer all diese Bedingungen zum Zeitpunkt des Kaufes klar sein.

Diesem Prinzip folgt auch Flaschenteufel in Form des Kartenspiels. So müssen die Spieler die Flasche immer günstiger verkaufen, also sie sie eingekauft haben. Dieses Kaufen und Verkaufen wird durch die Stiche im Kartenspiel simuliert. Dabei dürfen alle Spieler ihre Stiche zusammenzählen, während derjenige oder diejenige im Besitz der Flasche bei Rundenende die eigene Stichzahl von den Punkten abziehen muss. Dadurch können mehrere Runden gespielt werden und das Spiel muss nicht nach einem Durchgang enden. Vor allem für lustige Spieleabende mit Freunden und Bekannten ist das Spiel so hervorragend geeignet, da eine Niederlage nicht das Ende des Spiels bedeuten muss und Taktiken und Strategien immer wieder überarbeitet werden müssen.